Weltbilder

1. Grundsatzfragen
2. Hintergrundinformationen
3. Persönliche Antworten
4. Konsequenzen für das individuelle Verhalten
5. Besucherkommentare

1. Grundsatzfragen

Was wird unter Weltbild verstanden?
Was bedeutet die Wahl eines Weltbildes?
Was sind „unsere Herrschaftssysteme“?
Ist die Welt mehrdimensional?

2. Hintergrundinformationen

Das Weltbild ist die Vorstellung der erfahrbaren Wirklichkeit als Ganzes, welches mehr ist als die Summe seiner Teile. Im engeren Sinne bezeichnet es ein Modell der sichtbaren Welt. Dabei kann ein eher objektiver und theoretischer Akzent vorherrschen gegenüber einer subjektiven und praktisch verstandenen „Weltanschauung“.  
Das ist die Definition auf Wikipedia.

Der Begriff „Weltbild“ ist ziemlich neu. Im Deutschen gibt es das Wort „Weltanschauung“, das sich eher auf die persönliche Lebensphilosophie bezieht. Das Wort „Weltbild“ kann im Gegensatz zur Wikipedia-Definition eine Vorstellung darstellen, die alle Dimensionen umfasst. Die sichtbare und die unsichtbare. Die Ebene des Körpers und die Ebene des Geistes. Für diese Ansicht muss man sich vom reinen Materialismus lösen und ihn nur als „Teil“ betrachten können.

Definition von Walter Wink:
„Ein Weltbild liefert eine Vorstellung von der Natur der Dinge: Wo Himmel ist und wo die Erde, was sichtbar ist, was unsichtbar, was wirklich ist, und was unwirklich. So, wie ich das Wort verstehe, sind Weltbilder nicht Philosophien oder Theologien, auch nicht Mythen oder Sagen über den Ursprung der Dinge. Sie sind das „Knochengerüst“ unseres Denkens und das Fundament unseres geistigen Hauses, auf dem wir Symbole, Mythen und Denksysteme errichten.“

Zu Beginn des Buches, mit dem Titel „Verwandlung der Mächte“ werden verschiedene klassische Weltbilder kurz erklärt. Ich erwähne hier nur die verschiedenen Begriffe mit entsprechender Grafik, direkt aus dem Buch kopiert. Das Buch ist eine wahre Perle, wer bis hier gelesen hat, wird es sehr mögen, ich empfehle es sehr!!

Das antike Weltbild
antikes

das spiritualistische Weltbild

2-spiritualistisches

das materialistische Weltbild

3-materialistisches

das theologische Weltbild

4-theologische

ein integratives Weltbild.

5-integratives

In der Wahl des Weltbildes sind wir heute sehr frei, „vielleicht sind wir die erste Generation der Weltgeschichte, die eine bewusste Wahl zwischen diesen Weltbildern treffen kann“
„Das verstehen der Weltbilder ist der Schlüssel, der uns von einer Kontrolle der Mächte über die Vorstellung der Menschen befreien kann“

Um ein mögliches Bild über den Begriff „Herrschaftssysteme“ in Zusammenhang mit der herrschenden Gewalt zu erlangen, verweise ich natürlich auch auf Walter Winks Buch. (ISBN 978-3-7917-2591-8)

„Weltbetrachtung“ aus einer anderen Quelle und anderen Perspektive:
„Wer über Welt, Weltgeschichte, Politik und über das eigene Leben nachdenkt, stellt sich irgendwann die grundsätzliche Frage: Liegt in dem immer wiederkehrenden Kreislauf von Leid und Glück, Erfolg und Misserfolg, Krieg und Frieden, Leben und Tod ein tieferer Sinn oder ist alles nur ein Wechselspiel des Zufalls? Ist der Mensch den sinnlosen Launen eines unveränderlichen Schicksals ausgeliefert oder lässt sich irgendwo ein „roter Faden“ erkennen?

Es gibt prinzipiell zwei verschiedene Wege der Weltbetrachtung, den griechisch-philosophischen und den christlich-prophetischen. Für die Griechen war die Welt vor allem Kosmos. Ihr Denken kreiste um Natur und Raum. An den Anfang setzten sie ewige Ur-Elemente wie Wasser, Luft oder Feuer und begründeten daraus die Naturwissenschaften. Für den Christen jedoch erschliesst sich die Welt als eine Geschichte mit Anfang und Ziel.“

Aus dem Vorwort von Daniel Heinz zur Neuauflage von „Der grosse Kampf zwischen Gut und Böse“(Ellen G. White, Schriftstellerin aus dem 19. Jahrhundert).

Ein Bild oder Modell aus Physik und Wissenschaft
The Holographic Universe:
Diese „Theorie“ zeichnet einen Rahmen um das „Ganze“. Ein Erklärungsversuch, der eigentlich nichts Bedeutendes für unser Verhalten hier auf Erden erklärt. Trotzdem ist es eine sehr interessante wissenschaftliche Betrachtungsweise für abstrakte Denker. Sie kann durchaus als Basis, als physikalisches Gerüst, für ein Weltbild in Frage kommen, welches Grundsatzfragen über Evolution und Theologie beeinflussen müsste.

Wer sich damit beschäftigen möchte, kann das Buch von Michael Talbot lesen. Hier ein Link zu einem sehr kurzgefassten Erklärungsversuch dieser Erkenntnis.

3. Persönliche Antworten

Meine 3 Teilweltbilder

Ich möchte nun das Weltbild in drei Kategorien bzw. in Teilweltbilder unterteilen. Es ist ein gewagtes Unterfangen, doch ich finde, es gibt eine Struktur und bietet so eine Hilfe.

– Das materialistische oder physikalische Weltbild

– Das geistige Weltbild

– Das politische Weltbild

1.     Das materialistische/physikalische Weltbild

1.1 Definition Materialismus
„Nach materialistischer Auffassung gibt es keinen „Himmel“, keine spirituelle Welt, keinen Gott und keine Seele; es existiert nur das, was durch die 5 Sinne und durch den Verstand erfasst werden kann. Die spirituelle Dimension ist eine Illusion. Es gibt keine höhere Wirklichkeit, und wir sind nichts als materielle Gebilde, die bei ihrem Tod aufhören zu existieren“.

Prägend für dieses Bild waren sicher die Aufklärung und die frühe Wissenschaft, die zwangsläufig nur das Sichtbare erfassten. Der Beginn der Naturwissenschaft war die Erfassung und Beobachtung der Natur mit ihren Pflanzen und Tieren und die logischen Schlüsse daraus sind die Naturgesetze, wie z.B.: „Survival of the fittest“ (Darwin) und das „Gesetz des Mangels“ („Gesetz der Notwendigkeit“, Malthus).

1.2 Physikalisch sichtbare Dimension
Was ist die „Schöpfung“? … Das was wir sehen? …Die Erde und das Universum? Wie kam das Licht in die Welt?

Die physikalische sichtbare Weltanschauung erklärt nur wenige der grossen Fragen. Wenn wir annehmen, dass wir aus Körper, Geist und Seele bestehen, dann berücksichtigt der Materialismus nur den „Körper“, das Sichtbare und die Verstandesebene.

Der Verstand, die Vernunft, das logische Denken ist ein Produkt der Milliarden von Zellen im Körper und Hirn. Die Verstandesebene oder eine einseitige Fokussierung darauf hat einen wesentlichen Einfluss auf das Ego. Je grösser das Delta zwischen der geistigen und emotionalen Ebene mit der Verstandesebene ist, je grösser ist der Zwiespalt und der innere Kampf.

2.     Geistiges Weltbild

Was denken Sie, passiert, wenn Sie sterben, nur im „Grundsatz“? Ist es schwarz und die Natur wandelt die Energie, Kohlenwasserstoffmasse Ihres Körpers durch Verwesung um zu Erde und Staub. Basis für neues Leben, Bakterien, Pilze, Maden, Würmer profitieren als erste. Sonst nichts?

Ich bin überzeugt, dass wir Menschen einen Geist und/oder eine Seele haben. Ein „Unterbewusstsein“, das nicht nur das Produkt von Milliarden von Zellen ist. Dieses Unterbewusstsein, genannt Geist und Seele, ist eine Energieform. Wenn Sie nun an so eine Form geistlicher Dimension glauben, ist es physikalisch unwahrscheinlich, ja eigentlich unmöglich, dass „das“ mit Ihnen verfault. Energie kann nur umgewandelt werden, sie kann physikalisch nicht einfach verschwinden oder einfach nicht mehr existieren.

Dies ist für mich schon lange eine „Wahrheit“ und einer von mehreren Gründen oder ein Beweis, dass wir mehrdimensional geschaffen sein müssen. Ich bin überzeugt, dass es eine geistige Dimension gibt. Ich kann die Gesetze in dieser Dimension nicht erklären und will es auch nicht, niemand kann das genau. Ich kann auch nicht genau den Unterschied zwischen Geist und Seele erklären, doch wird in diesen Dimensionen das unerklärliche Geheimnis des Lebens verborgen sein.

Dieser Teil des Weltbildes ist sehr wichtig. Es wird oft vergessen oder verdrängt. Zu Beginn reicht die Erkenntnis, dass „nicht nichts ist“!

Es gibt verschiedene Theorien und Religionen. Sogar unter den Religionen selbst, wie zum Beispiel unter dem Christentum, können die Meinungen und Bilder von geschaffenen geistlichen Wahrheiten sich diametral gegenüberstehen. Doch alle werden sich in einem Punkt einig sein. „Es ist nicht nichts“. Das ist ein gemeinsamer Nenner und eine sehr wertvolle Erkenntnis. Genau diese Erkenntnis schafft die Grundlage für das, was ich anstrebe!

3.     Politisches Weltbild

Heutzutage ist es immer noch sehr wichtig, so komisch es klingt, die wesentlichen Ursachen der Unterdrückung zu erkennen. Es gilt, möglichst nahe an der Wahrheit, die richtigen Gründe, die Ursprünge des Übels zu erkennen, und nicht die provozierten und propagierten Feindbilder! (Feindbildgestaltung bzw. Feindbildauflösung ist ein wichtiges Thema in meinem Buch). Doch was oder wer ist unser Feind? ..Was ist die eigene politische Wahrheit? Welche Rolle sehen wir in den USA, der EU, der NATO, dem IWF, der Weltbank, den transkontinentalen Konzernen?..Wo stehen wir? Sind wir, der Westen, einfach die Guten? .. Was hat sich seit Ende des 2. Weltkrieges verändert? Wie haben die Weltkriege unsere Systeme verändert? Was sind unsere Machtsysteme, unsere Herrschaftssysteme? Wie alternativlos sind wir wirklich? ..Schwierig dies zu erklären, weil es schwer zu fassen ist, weil ein kurzer Erklärungsversuch leicht zu gravierenden Missverständnissen führt und nicht manipulierend wirken soll.
Fazit: Das gesamt Weltbild muss mehrdimensional betrachtet werden.
Wenn es eine geistige Dimension gibt, kann die Quelle unserer Herrschaftssysteme nicht nur materieller Natur sein!

Die Herrschaftssysteme heute sind auf Betrug und Täuschung aufgebaut, was somit eine Dualität in der geistigen Welt erahnen lässt.

Das politische Herrschaftssystem hat Wurzeln, bzw. hat eine Wechselwirkung in/mit der geistigen Dimension.

Nicht religiöse Hinweise auf weitere Dimensionen

Die modernen Wissenschaften (Naturwissenschaft, Physik, Quantenphysik, Astrophysik) sind nun an einem Punkt, wo sie die Tür zu metaphysischen Dimensionen öffnen. Die moderne Wissenschaft bringt viele Menschen wieder zu spirituellen Fragen zurück. Dies resultiert stark vereinfacht aus der Erkenntnis, „es ist nicht nichts“. Dies ist eine sehr gute und wertvolle Entwicklung, birgt aber auch grosse Gefahren.

Theologie und moderne Naturwissenschaft gehören zusammen. Es braucht einen interdisziplinären Austausch.

4. Konsequenzen für das individuelle Verhalten

Bereitschaft, die eigene Meinung zu hinterfragen

Es ist wichtig zu erkennen, dass wir als System auf dem falschen Weg sind.
Papier nimmt alles an, die „Früchte“ sind nun gereift und ersichtlich.
Es ist wichtig zu erkennen, dass wir ein Herrschaftssystem entstehen liessen, das uns Menschen nicht würdig ist und uns zerstört.
Wir sind in dem System nicht gefangen, wir können ausbrechen und verändern. Doch es bedarf an Wille und Stärke. Erkennen müssen wir, dass:
– Wir nicht einfach die GUTEN sind!
– Die sogenannte Freiheit, bzw. der „freie Markt“ im Kasino–Kapitalismus, mit den heutigen Strukturen und Anreizen, alles zerstört und uns zu Sklaven weniger Mächtigen macht. Es wird privatisiert, bis die Welt ein einziger grosser Konzern ist (ich denke hier wesentlich an Geld, Energie, Nahrungsmittel und Saatgut, freie Güter wie Wasser und Agrarland).
Das A und O, das wichtigste Instrument, ist das Geldsystem! Es steht über allen Regierungs- und Wirtschaftssystemen. Es ist kaum zu glauben, dass so ein Konstrukt wieder entstehen konnte. Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte. Doch nie waren die Ausbreitung und die Wirkung so global und tiefgreifend wie heute.
– Die Menschen im grossen Stil enteignet werden. Im letzten Jahrhundert in der südlichen Hemisphäre, jetzt auch in den alten westlichen Ländern. Zuerst profitierten wir davon, im Konsumentenparadies zu leben; alles, was die Welt bietet, findet sich auf unserem Markt wieder. Das ändert sich langsam (oder auch sehr schnell!).

..Bei mir haben diese Themen dazu geführt, dass ich das persönliche Weltbild hinterfragt habe.

Der Weg zum eigenen Weltbild

Wer über die Welt und unsere Systeme nachzudenken beginnt (Auslöser bei mir war die aktuelle Politik und das Geldsystem), wird mit grosser Wahrscheinlichkeit auf Grundsatzfragen stossen. Diese können zu religiösen und geschichtlichen Fragen weiterführen.

Allfällige persönliche Auseinandersetzungen sind prioritär anzugehen.

Dazu muss man gewillt sein. Es braucht viel Zeit, aber es wird sich lohnen.

Seien Sie kritisch gegenüber der eigenen Meinung und gegenüber anderen Meinungen. Ihre Meinung darf sich ändern.

5. Besucherkommentare

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